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17.03.2008, 08:49 Uhr | Westfäliche Nachrichten
Jürgen Hoffstädt hört auf
Als viele schon dachten, die Ratssitzung sei zu Ende, da setzte Jürgen Hoffstädt zu einer persönlichen Erklärung an, die den gerade verabschiedeten Haushalt direkt wieder zur Nebensache werden ließ: Der Bürgermeister wird im nächsten Jahr aus dem Amt scheiden und bei der Kommunalwahl nicht noch einmal antreten. „Das hat ganz pragmatische Gründe“, erläuterte Hoffstädt.
Seit 1992 ist das Rathaus der Arbeitsplatz von Jürgen Hoffstädt. Im nächsten Jahr wird der Bürgermeister dort seinen Schreibtisch räumen. (Foto: Greife)
Durch eine Änderung des Versorgungsrechts wolle der Innenminister erreichen, dass die im nächsten Jahr zu wählenden Bürgermeister volle sechs Jahre im Amt bleiben. Er sei zum Zeitpunkt der Wahl aber knapp 62. „Und es langsamer angehen zu lassen, klappt bei mir nicht“, so Hoffstädt zu der Tatsache, dass er am Ende der folgenden Amtszeit fast 68 Jahre alt wäre. Er hätte gerne noch drei oder vier Jahre weiter gearbeitet, bei einem vorzeitigen Abschied aber Kürzungen seiner Versorgungsbezüge in Kauf nehmen müssen. „Dann würde ich weniger bekommen, als wenn ich im nächsten Jahr aufhöre.“ Und: „Es soll auch noch ein Leben nach dem Rathaus geben.“ Er wolle in Ostbevern wohnen bleiben, sich aber weder in der Kommunalpolitik noch ehrenamtlich im Ort einbringen, sagte er gegenüber den WN. „Das würde einem Nachfolger den Einstieg erschweren.“
Ein kleiner Kreis in der CDU war von Hoffstädts Entscheidung schon länger informiert und folglich am Donnerstagabend auch nicht überrascht. „Ich bedauere das, denn er hat gute Arbeit geleistet“, sagte CDU-Fraktionschef Ulrich Brandt. Man werde nun in Ruhe überlegen, wie eine Nachfolge geregelt werden könne. Erste Gespräche habe es bereits gegeben. An vorderster Stelle ist da auch Dorothe Hüttemann eingebunden. „Es ist schade, aber menschlich ist sein Entschluss nachzuvollziehen. Er war ein toller Bürgermeister für Ostbevern“, sagte die Vorsitzende des CDU-Gemeindeverbandes. Die Gemeinde habe ihm eine Menge zu verdanken, „es ist ein großer Einschnitt“, sagte Mathilde Breuer, Vorsitzende der Ortsunion Brock. „Es macht Spaß, ihn zu vertreten“, erklärte Vize-Bürgermeister Hubert Wördemann. Hoffstädt werde seine Entscheidung nach reiflicher Überlegung getroffen haben.
Die anderen Parteien waren zunächst einmal perplex. „Das trifft uns wie ein Hammer. Wir sind geschockt. Er hatte doch noch so viele Dinge vor“, sagte Wilhelm Erpenbeck (FDP). „Das hatte ich nicht vermutet. Für Ostbevern war er gut“, meinte Jochem Neumann (Grüne). Ein Nachfolger werde sich an Hoffstädt messen lassen müssen.
Seinen Argumenten könne sie folgen, äußerte sich die SPD-Fraktionsvorsitzende Gabriele Gebühr. „Man kann es sich noch gar nicht vorstellen“, sagte Parteichefin Ulrike Schmidt.
Jürgen Hoffstädt hatte am 31. August 1992 die Nachfolge von Wolfgang Sagemerten als Gemeindedirektor angetreten. 1998 wurde er zum hauptamtlichen Bürgermeister der Gemeinde Ostbevern gewählt. Seit einigen Jahren ist er Sprecher der Hauptgemeindebeamten im Kreis Warendorf.

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